Berichte von 12/2009

anders.

Donnerstag, 31.12.2009

ich bin zwar ein bisschen zu spaet.. habe aber gedacht, ich werde die hiesige Weihnachtssituation doch noch schildern...

Sandra, Jeroen und ich wir kochten heisse Schokolade und Gluehwein fuer um 20.00 Uhr. Es war richtig lecker. Dummerweise kam der Besuch nicht um 20.00 Uhr, sondern um 00.00 Uhr, das heisst wir waermten die Getraenke immer wieder, da es etwa fuenfmal hiess ja sie kommen in 10 min.  Diese vierstuendige Wartezeit war nicht der Hit... Dann um 00.00 Uhr kam die Familie endlich. Jedoch war der Truthahn noch nicht hier. Als er dann um 00.30 Uhr endlich mit einem Toeffli vorbeigebracht wurde, fehlte noch die Sauce... och. ja und ohne Sauce ist dieser Truthahn natuerlich nichts. Da muss ne Sauce hin! das dauerte auch noch eine halbe Stunde und schlussendlich assen wir um 01.00 Uhr. Wir waren so muede und wollten endlich zum singenden Plastikbaeumchen sitzen um Geschaenke zu verteilen. Dem Vater schenkten wir ein Kanarienvogelmaennchen um dem schon vorhandenen Weibchen Gesellschaft zu leisten. Hier ist es nicht so Gebrauch, Geschenke zu verteilen. Ich war die einzige, die fuer jeden etwas hatte. Die Eltern schenkten den Kindern einfach Schokolade. Das war aber nicht so schlimm fuer mich... was mich trauriger machte war, dass wir nicht ein einziges Lied sangen, keine  Kerze brannte und die Stimmung war nicht weihnaechtlich... tja. das war wirklich eine sehr andere Weihnachten. muss ich akzeptieren. Ich freue mich jedoch schon jetzt, naechstes Jahr wieder ein bisschen mehr Stimmung zu erleben... Mir wurde auch gesagt, dass Weihnachten hier nicht ein riesiges Fest ist... Carneval sei viel wichtiger... freue mich schon.

 ich habe mich jetzt endgueltig entschlossen und werde anfangs Februar die Familie wechseln. Ich hatte drei zur Auswahl und habe mich fuer die Ex-familie von Gus ( aus Australien) entschieden. Ich werde einen gleichaltrigen Bruder und eine 21-jaehrige Schwester haben.. Sie sind sehr nett und ich freue mich sehr, endlich wieder einen Familienzusammenhalt zu haben!

ich wuensche euch allen einen guten Rutsch ins 2010!

feliz navidad.

Montag, 21.12.2009

es ist schon komisch so eine warme Weihnachtszeit... und so voll keine Stimmung. Bei uns ist zwar der Plaza de armas, im Zentrum, wunderschoen geschmueckt und in meiner Familie hat es ein Plastikbaeumchchen mit singenden Liechtli, aber sonst merke ich nicht viel von Weihnachten, es fehlt halt einfach die Kaelte und der Schnee...

mir geht es nicht so gut seit einigen Wochen. ich habe festgestellt, dass sich das mit meinen Bruedern nur verschlechtert hat und sie noch weniger mit mir reden. Ich habe es voll schlecht mit ihnen. Wenn ich am Fernsehschauen bin und sie nebenan am PC, drehen sie die Musik extra so laut auf, dass ich nichts mehr hoere und alles solche Sachen...Ich habe schon sonst nicht allzu viele Kraft und kann das nicht auch noch ertragen... dazu kommt noch, dass meine Perueltern in einer Scheidungsphase sind und einander immer anschreien. Mit meiner Mutter habe ich eigentlich ein super Verhaeltnis.. Troztdem komme ich mir oft so doof vor, als waere ich einfach ueberfluessig. Ich sprach gestern mit meiner Mutter, sie musste auch weinen und es ist ihr nicht recht, dass ich leiden muss. Sie hat selber Muehe mit der Art ihrer Soehne... sie sitzen den ganzen Tag vor PC oder Computer und sprechen kein Wort. sie gruessen nicht Mal ihre Verwandten auf der Strasse. Es ist wirklich traurig. Meine Perumutter sagte auch, dass es wohl das Beste waere, meine Familie zu wechseln. Es macht mich zwar traurig, von ihr weg zu gehen... aber spaetestens im Juli kommt sowieso der Abschied und ich kann sie ja auch besuchen gehen, wenn ich bei einer anderen Familie bin. Ich wechsle hoechstwahrscheinlich meine Familie im Januar wenn es nicht besser wird. Ich fuehle mich so einsam im Moment, und zu wissen, dass all meine Lieben jetzt bald zusammensitzen und feiern, laesst in mir das Heimweh auftreiben... aber das gehoert halt auch dazu.=)

ich wuensche euch ein (oder mehrere) wunderschoenes Fest!

neu.

Montag, 14.12.2009

seit einer Woche wohnt noch Jeroen aus Belgien hier fuer ein paar Wochen, da er keine Familie hatte. Fuer mich ist dies gut, ich bin jetzt nicht mehr so oft alleine und er kann auch meine Perubrueder ein bisschen mit ziehen, mehr mit uns zu machen... Durch Jeroen konnte ich auch mit in sein Projekt. Es ist sehr nahe von unserem Haus. Er arbeitet mit Strassenjungen, also er spielt mit ihnen und spricht und kocht. Mir gefaellt dies sehr und ich gehe jetzt oefter auch dorthin. bis jetzt hatte ich nie richtigen Kontakt mit armen Leuten. Das fehlte mir sehr, denn ich sah die Armut tagtaeglich. Ich konnte aber nie mit jemandem darueber reden. Diese Jungs sind so zwischen 14 und 18 und koennen dort in einem Haus wohnen, sie machen Sachen aus Holz und kochen selber. es ist eigentlich immer eine Aufsichtsperson dort. Es kommen auch Tanz-, Theater- und Religionslehrer, um gratis zu unterrichten. Viele von ihnen sind dort, weil ihre Eltern kein Geld haben um ihnen Essen und Unterhalt zu geben. diese Jungs verdienen sich ihr Geld mit musizieren oder Theater etc. Sie haben mir vorgespielt, mit Gitarre, Panfloete, Cajon, einer speziellen, typischen Perufloete und Gesang. es toente suuper. einfach so wie man sich die peruanische Musik voerstellt. Viele dieser Jungs koennen nicht zur Schule gehen und sind deshalb nicht sehr gut informiert. ich merkte aber, dass sie sich sehr interessieren. ich habe ihnen Sachen erklaert und sie haben mir etwa eine Stunde lang zugehoert. sie haben mich auch gefragt, ob ich ihnen Infos aus dem Internet bringe. Es ist schon schlimm, dass es soo viele Leute gibt, die sich eigentlich bilden wollen, aber keine Gelegenheit haben=(

ich habe sehr Freude, dass ich jetzt oft dorthin gehen kann. so lerne ich die Realitaet auch besser kennen. Manchmal kommt auch noch eine 17 Jaehrige, welche schon ein ein jaehriges Kindlein hat. mit ihr habe ich schon oft sehr gute Unterhaltungen. Macht mir wirklich sehr Spass...

cumpLe.

Dienstag, 08.12.2009

4.12.2oo9

 heute Abend gab es eine Ueberraschung... meine Perumutter lud ein paar meiner Klasse ein, und auch noch ihre Freundinnen mit Familie... ich erfuhr es aber schon am Morgen, da sich jemand aus der Klasse verschnuret hat.=) Habe mich aber trotzdem sehr sehr gefreut...wir wollten eigentlich einen Tanzabend machen, da aber der Musikmann nicht kam, wechselten wir unser Programm zu einem Filmprogramm. Wir schauten "Luna nueva"(newmoon). Bety kochte mein Lieblingsfleisch ( weiss nicht wie es heisst, es ist dunkelbraun und nach dem Essen hat man viele Fleischfaeden zwischen den Zaehnen) mit Reis, Kartoffeln und extra viel Gemuese. zum Dessert gab es eine Schwarztorte...geburitortegeburiessen sie sangen Happy Birthday ( hier toent es etwa chaepi birdai...=)) und natuerlich noch in Spanisch... am schluss blies (blaste?) ich meine zwei Kerzchen, eines fuer die Schweiz und eines fuer Peru aus... dann sagten sie, ich solle ganz nah zu der Torte, das wuerde Glueck bringen... ich ueberlegte natuerlich nichts, ging mit der Nase ganz nah an die Torte und WUFF schon hatte ich mein halbes Gesicht in der Sahne... Das ist hier so ein Gebrauch... das Gesicht wird in die Torte gestossen=) und mit mir, als Nichtswissende, ging das natuerlich super=) Ich bekam auch ein paar Geschenkli... eine Perutasche, zwei Guerte und Schmuck...eigentlich ist es nicht soo sehr mein Geschmack. aber ich hatte trotzdem sehr Freude!!!box mit schweizerhandschuhen die Leute gingen so etwa um 12.00 pm nach Hause... Bety und ich waren aber noch nicht so muede. Bety wusch alles Geschirr und ich nahm den von Inka-Cola klebrigen Boden feucht auf... wir tranken noch ein Tee zusammen ( im Tee trinken sind die Peruaner vorbildlich) und gingen dann schlafen...

5.12.2oo9

Heute traf ich am um 10.00 am. die anderen AFSer... dieses Wochenende reisten eben etwa 7 Gringos aus anderen Staedten nach Cajamarca. Wir gingen alle zusammen ins Porcon... das liegt etwa 1.1/5 Stunden weit von hier, auf 3300 m.ue.M. Wir fuhren mit dem Compi... ich konnte endlich wieder einmal Schweizerdeutsch sprechen, mit Muriel aus Zuerich... es war so richtig vertraut=) aber als wir im Porcon ankamen wurde es uns noch vertrauter... die Bergen sahen aus wie unsere schweizer Bergen, nicht wie die Alpen, eher wie der Jura... voll bewachsen mit Tannen. Porcon ist ein Zoo... es gab ganz verschiedene Vogelarten, Leoparden (koennten auch Geparden gewesen sein), Loewen, Tiger, Baeren,Strausse, Pfaue, Affen etc... die Affen waren suuperkuhl. Bin halt immer noch ein Fan=) Der Pfau hatte gerade sein Federkleid geoeffnet. war wunderschoen!!! Am Schluss von unserer Tour kauften wir noch einen echt feinen Kaese. das war das erste Mal seit drei Monaten, dass ich endlich wieder einmal Kaese ass..

nach dem Porcon ging ich nach Hause ein bisschen schlafen, da es am Abend schon zur naechsten Feier ging... um 8.00 pm stieg ich dann in ein Taxi und fuhr zum Haus von Jeroen(von Belgien)... dort wurden mir meine Augen verschlossen und ich wurde aufs Dach des Hauses gefuehrt. Ploetzlich kamen alle hervorgerannt und sangen Happy Birthday. Muriel machte sogar noch ein Solo auf Schweizerdeutsch. war suuper. danach machten wir auf dem Dach noch ein Feuer, spielten Gitarre und sangen Samichlousliedli in verschiedenen Sprachen (vor allem in Belgisch, da die Mehrheit aus Belgien war). wir gingen noch in ein kleines Laedeli und kauften Marsh-Mellows. War so richtig eine kuhle Stimmung. als es dann kalt wurde gingen wir ins Haus. sie hatten mir eine Pinada gekauft... dass ist eine Tradition von Mexiko...man hat eine Schale aus Stiropor oder so. das Geburikind muss solange auf diese Schale (bei mir ein Herz) schlagen, bis sie kaputt geht und alle Candys herausfallen...der ganze Boden war voll...es hat auch Faketaefeli drinn, diese waren sooo bitter, dass man nicht anders kann, als sie rauszuspucken..=) es war ein sehr schoenes Geburifest.

6.12.2oo9

ja und erst heute war eigentlich mein richtiger Geburi, auch wenn ich schon zwei Mal gefeiert habe... ich kam am Morgen nach Hause... Sandra, Diego und Omar waren glaube ich noch im Bett... Bety weckte sie aber und alle drei kamen vollverschlafen mit drei kleinen Paeckli und gratulierten mir. es war sehr ruehrend, denn sonst sind sie ueberhaupt nicht soo. sie sind leider immer noch sehr scheu und manchmal habe ich das Gefuehl, sie interessieren sich nicht fuer mich (was nicht stimmt, wie Bety mir gesagt hat). ja und auch Bety gab mir ein kleines Geschaenkli... Ohrenringe aus Cajamarcasilber... ich hatte sehr Freude... Am Mittag gingen wir zusammen essen. Wie immer (ausser einmal.. habe es gezaehlt) kam mein Menu viel zu spaet... die anderen waren schon am Dessert... ich weiss nicht wieso aber jedes Mal, wenn ich in ein Restaurant essen gehe bin ich mit Abstand die Letzte=) dafuer war es fein=). am Nachmittag sprach ich ueber Skype mit meiner lieben Familie, auch Grosi und Grosvati waren dort... tat mir gut. Ich hatte noch eine Telefonkarte, welche eingentlich fuer 50 min waere, aber nur fuer 5 min funktionierte... diese 5 min sprach ich noch mit dem anderen Grosi=), auch Seb hoerte ich noch. War wirklich schoen, trotzdem auch noch ein bisschen "in" der Schweiz zu feiern. Am Abend kam auch noch Americo (Peruvater) nach Hause... er war in Lima, wegen seiner Arbeit... er brachte Mc Donald Essen mit, hier gibt es eben keinen Mc und deshalb ist es immer wieder speziell, diese ungesunde aber ab und zu feine Essen. Auch er vergass meinen Geburi nicht. Er sah, dass ich praktisch immer ein Halstuch trage und schliess daraus, dass ich diese wahrscheinlich besonders mag und schenkte mir ein dunkelbraunes. hatte mich sehr gefreut.

ja im grossen und ganzen war es wirklich ein sehr tolles Geburiwochenende. es war halt sehr sehr anders, so ohne all meine Lieben. aber bestimmt werde ich dies nie vergessen, da es soo einmalig war...

Chiclayo.

Dienstag, 01.12.2009

(Fotos anklicken, dann werden sie groesser)

Wir kamen so um 7.30 pm im Hotel an. mit Klo und Balkon.hotel 

das Hotel war fuer zwei Naechte 9.- also recht billig. wir luden alles ab und gingen chinesisch essen. Wir wollten alle mit Chinastebli essen, es hatte jedoch zu wenig. Der Koch ging extra noch welche kaufen=) danach trafen wir die AFSer von Chiclayo. mit manchen war es ein Wiedersehen und mit manchen ein zweites Mal, da wir uns ja vor drei Monaten schon in Lima sahen... wir gingen zusammen in ein riesiges Einkaufszentrum mit Kino, Restaurants etc. kam mir sehr europaeisch vor. dort sassen wir zu 20igsts an einem Tisch. wir erzaehlten uns vom neuen Leben, verglichen, lachten... es war sehr lustig und unterhaltsam. Danach gingen wir dann noch zusammen in eine Bar. Wir kehrten alle todmuede ins Hotel zurueck. ich schlief sehr gut, obwohl das Bett hart wie ein Brett war...

Am naechsten Morgen konnte ich nicht lange schlafen... ich wollte die Stadt sehen. alle anderen waren aber noch tief am Schlafen... ich nahm einen Stuhl auf den Balkon und beobachtete das Morgenleben Chiclayos. Spaeter kam dann Lucie auch mit halb geoeffneten Augen auf das Balkoenchen. unten an der Strasse stand ein Polizist vor einem Laden. er pfiff uns zu wie so jeder andere, zuerst beachteten wir ihn nicht, da wir diese Pfiffe schon fast nicht mehr hoeren. er hoerte aber nicht auf dann sahen wir mal nach unten und merkten, dass er schon die laengste Zeit versuchte, ein Foto zu machen. Ja ihr denkt vielleicht, Polizisten sollten das nicht machen. Die Polizisten sind aber die Schlimmsten, was das Nachpfeifen und Komplimente machen angeht=). am Morgen gingen wir dann in ein kleines Restaurant Sandwiche mit Spiegelei essen. Um 10 am. trafen wir dann unsere AFS Gruppe auf dem wunderschoenen "Plaza de armas"plaza

wir nahmen Taxis um zu einer Combistation zu fahren. dort stiegen wir aus, oder wollten wir zumindest, wir wurden aber so deftig empfangen, von etwa zehn Combifahrern,welche uns in ihr Combi stossen wollten. Es war richtig muehsam. wir sagten ihnen dass wir noch warten, sie gaben aber nicht auf und fingen untereinander fast an zu schlegeln. Schlussendlich nahmen wir das hinterste Taxi mit einem alten Fahrer, welcher keine Energie mehr hatte, um sich um seine Fahrgaeste zu streiten. Das Combi fuhr uns in ein anderes, sehr armes Staedtchen. Dort gab es ein Museum mit alten Sachen welche man in Pyramiden fand. es war sehr spannend. Spaeter konnten wir in einer extremen Hitze noch die Pyramiden besteigen. wir hatten von dort oben eine ausgezeichnete Sicht. es war aber soooo heiss.kaktus wir beschlossen das naechste Museum auszulassen und ans Meer zu gehen. Das Wasser war nicht sehr warm gerade gut fuer eine Abkuehlung. Es hatte riesige Wellen. als wir rauskamen froren wir alle. wir beschlossen ein kleines Strandfeuer zu machen. Es war richtig schoen und gemuetlich. so Pfadilager maessig=). beim Zurueckfahren sass ich neben einem Besoffenen... zuerst war es mir nicht sehr wohl, mit der Zeit aber merkte ich, dass ich mich nicht fuerchten muss. Er wollte vieles wissen ueber die Schweiz und so. er behauptete er sei schon drei Mal auf dem Matterhorn gewesen. ha! das nahm ich ihm aber nicht ab=) als er auststieg, nahm er so ein kleines Maennchen von seinem Schluesselanhaenger und schenkte es mir=). War eine interessante Fahrt. danach stressten wir ins Hotel um uns von dem klebrigen Salzsandgemisch zu befreien und gingen los in ein italienisches Restaurant, um Pizza zu essen. es war himmlisch. Mal nicht Reis und Kartoffeln=). Spaeter gingen wir noch in eine Karaockebar... Jerun und Igor sangen und sangen und sangen=) es war witzig. mir wurde es aber bald sehr unwohl. In dieser Bar waren alle sehr reich und bitchig bekleidet. es war wahrscheinlich eine Bar, welche sich nur Reiche leisten konnten. Ich hielt es bald nicht mehr aus. Durch den Tag sah ich all die Armut in der Stadt, Leute die mit verschissenen Hosen auf dem Trottoir schliefen, Kinder ohne Essen und sonst viele Zeichen der Armut. dann am Abend sass ich zwischen all den Reichen, von welchen sicherlich nur hoechstens 10% etwas gegen diese schreckliche Armut tun. klar in der Schweiz sind praktisch alle so reich. aber es ist ein bisschen etwas anderes, in der Schweiz kommt man nicht aus der Disco und wir gerade von fuenf Bettlern umzingelt, mit traurigen Blicken fuer -.10 gefragt fuer ein Stueck Brot... klar es ist keine Entschuldigung, auch wir sollten all diese Armen unterstuetzen. Diese Leute hier sehen dies tagtaeglich und die meisten tun nichts dafuer um dies zu aendern. Nein sie diskriminieren diese Armen sogar. ich sass mich ausserhalb der Disco auf ein Baenkli und unterhielt mich mit einer alten Frau, welche Lollipops verkaufte. auch die anderen hatten bald keine Lust mehr und wir gingen zurueck ins Hotel, spielten Gitarre und Speed und hoerten Musik.

am Sonntagmorgen gingen wir noch auf den riesigen Markt von Chiclayo. es gab wirklich alles was man sich vorstellen kann. Spielzeuge, Kleider, Gemuese, Fruechte, Fleisch, Schuhe, Feuerwerke und und und... und so kam dann schon bald unser Chiclayoabschied und wir stiegen in den Bus nach Cajamarca. Im Bus hatte ich genug Zeit um mir vieles zu ueberlegen, all die Unterschiede der zweis Staedte. Chiclayo ist viel europaeischer als Cajamarca, es laufen keine Campesinos, mit ihren schoenen Tuechern herum, es gibt weniger Traditionen, der Himmel sei praktisch nie blau durch den Smog und die Wolken des Meeres, alle Taxis sind gelb... war ein sehr spannender Ausflug mit vielen neuen Eindruecken.

 

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Landschaft zwischen Cajamarca und Chiclayo.

Dienstag, 01.12.2009

am Freitagmorgen fuhren wir los, mit dem Car sieben Stunden, nach Chiclayo. die Landschaft war wunder wunder schoen. wir hielten so nach 2 Stunden, um Mittag zu essen. Hier waren wir auf der Hoehe von tausend Metern und es gab schon tausende von Bananenpalmen.

bananen wir assen nicht viel... ein paar frisch vom Baum gepflueckte Mangos und Aepfel... dann fuhren wir weiter, durch diese schoene Gegend. Links und rechts der Strasse war alles voller Mangobaeume und Bananenpalmen. wir waren in einem Tal, welches umgeben von Bergen war. in diesem Tal fliesst ein schmutziger Fluss.

flussDank diesem Fluss koennen die Bauern hier gut Landwirtschaft betreiben. Man sah kleine Bauermaenner mit ihren Kuehen an den Leinen, im Fluss trinkend. es gab riesige Maisfelder, welche im Moment voll von reifem Mais sind. in den Feldern konnte man viele Maenner und Frauen entdecken, welche diesen Mais ablesten... alles von Hand. Hier gibt es keine Traktore oder sonstige Fahrzeuge...es ist sicher eine sehr harte Arbeit. der abgelesene Mais wird auf Flaeche gelegt um zu trocknen. man sah ueberall riesige orang-gelbe Teppiche voller Mais. wir fuhren an einem riesigen Staussee vorbei.staussee wir meinten schon e sei eine Meeresbucht... je weiter wir uns dem Meer naeherten, desto kleiner wurden die mit Kakteen bewachsenen Bergen und desto breiter wurde das Tal. Mit der zeit sah man nicht mehr Mais- sondern Reisfelder... sie waren wunderschoen gruen mit Rillen voller Wasser. Spaeter wurde das Land immer wie trockener... Dann ploetzlich sah man weit und breit nur noch Sand und Kakteen. Es war gerade so die Zeit des Sonnenuntergangs. Die wunderschoene rot-orange Sonne stand ueber einer orangschimmernden Wueste... War wirklich ein sehr schoener Anblick. Nach dieser mir ewig vorkommenden Wueste kamen wir dann in die Millionenstadt namens Chiclayo.