15 Tage Trujillo.

Dienstag, 02.02.2010

am 15. fuhren wir ab, nach Trujillo. Die 7 stuendige Fahrt ist eigentlich gar nicht so schlimm. Die Natur ist wunderschoen und man kann immer wieder spannende Sachen entdecken. manchmal sieht man aber auch ueberhaupt nichts, da die Bauern ihre doerren Pflanzen, wie Mais, verbrennen. die ganze Landschaft verschwindet dann voellig im Rauch. super fuers Klima...! momentan ist in ganz Cajamarca die Zeit des Carnavales. In dieser Zeit muss man immer Ersatzkleider mitnehmen, denn ueberall in der Stadt stehen Gruppen mit Wasserballone oder Kuebel voller Wasser. Das heisst man wird nass. Als ich im Bus schlafend am offenen Fenster lehnte, kam mit voller Wucht ein gruender Wasserballon geflogen. och hatte ich einen Schock!

als wir dann in Trujillo ankamen, warteten schon unsere Familien auf uns. ich kam zu einer superkuhlen Familie. ich hatte eine 17 jaehrige Schwester und eine 11 jaehrige. Mein Vater hat ein Geschaeft, in welchem ich ab und zu ein bisschen helfen konnte.  Trujillo liegt am Meer und es war sehr warm. Richtig schoen. Trujillo und Cajamarca sind zwei soooo andere Staedte. In Trujillo sind die Menschen (nicht alle) recht europaeisch und liberal, wohingegen in Cajamarca die traditionellen Gedanken dominieren... Fuer mich war es viel einfacher in Trujillo. Dafuer hatte es die wunderschoenen Campesinos nicht, was mir auch sehr fehlte.

Meine Mutter war soo lustig. Sie machte immer Witze und wir unterhielten uns ueber interessante Themen. Ich wurde auch endlich wiedereinmal ueber die Welt informiert, da wir taeglich die Nachrichten schauten... schrecklich das Erdbeben... und Peru steht auf der Risikoliste weit oben (sagen die Peruaner), um von einem Erdbeben getroffen zu werden... und dann begann noch alles mit Cuzco und dem Hochwasser. Es ist ja schon gut, dass man alle Touris rettet und nach Hause bringt, aber den Einheimischen wird ueberhaupt nicht geholfen. so schlimm. Man sah die Leute ohne Haus und Essen, sie weinten und flehten die Regierung an, um zu helfen. Aber die Regierung hat soo viele schlechte Seiten. es ist zum "Grennen"!

Julie von der Schweiz, die in Tumbes wohnt, war auch in Trujillo fuer die 15 Tage. Endlich konnte ich wiedermal Schweizerdeutsch sprechen. es tat so gut. Wir gingen oft zusammen ein bisschen bummeln. Auch mit den anderen Afsern machten wir viel. wir gingen zusammen aus. einmal gingen wir auf eine Tour, um die wichtigen Sachen aus Trujillo zu sehen. Eigentlich ist es immer ziemlich aehnlich... mit Figuren, welche die Inkas machten, grossen Mauern aus ueberdimensional grossen Steinen und aus Lehm getoepferte Sachen... Es ist immer wieder schoen, aber halt mit der Zeit auch ein bisschen langweilig.

wir waren auch mal Wellensurfen. hui das war toll. zuerst bekamen wir Unterricht im Trockenen, also der Surflehrer zeigte uns was wichtig ist. Dann ging es ab aufs Meer. Wir alle so in sexy Gummianzuegen, welche soo haesslich riechten. Am Strand befestigten wir das Brett am Fuss und dann hiess es rein ins Wasser. Da wir noch nicht wussten wann aufstehen, war immer ein Sufrlehrer hinter uns und sagte eins, dass hies aufstuetzen und Fuesse richten und dann zwei, aufstehen und losfresen. Es war sehr anstrengend aber lustig.

diese Woche war auch noch Weltmeisterschaft im Wellensurf. Es kamen Leute von der ganzen Welt nach Huanchaco, um dort um die Wette zu surfen. Am Ende dieser Weltmeisterschaft gab es so ne richtige Beachparty. Julie und ich konnten hin und durften dann bei einem AFSer schlafen. Ja schlafen kann man nicht sagen,... wir blieben naemlich bis um 7 Uhr an der Party und um 8.30 mussten wir schon wieder zu Hause sein=). Danach war ich nicht mehr zu gebrauchen... ich schlief etwa bis um 14.00 und backte dann einen Zopf im Gasbackofen. Wie immer war sie unten schwarz und oben teigig, da die Hitze nur von unten kam... Aber man konnte sie essen. Am Abend gingen wir dann Avatar in 3D schauen. Wir konnten es aber nicht sehr geniessen, da die Klimaanlage soo kalt eingestellt war.

am Sonntag gingen wir so in einen Garten. Es hatte ein Schwimmbecken, Haengematten, Volleyfelder und einfach sehr schoene Natur. Als wir das Zmittag fertig gegessen haben, kamen zwei blaue Riesenpapageie angeflogen, um unsere Essreste zu fressen. Dummerweise war alles voller Muecken und ich sah aus als haette ich kuerzlich Spitzenblattern gehabt.

 In Trujillo ist alles ein bisschen gefaehrlicher, als in Cajamarca. Man wird viel mehr ausgeraubt hier. Ich hatte auch einige doofe Momente... Einmal sass ich zum Beispiel am Abend, als es schon dunkel war, in einem Bus ( Bus ist eigentlich das falsche Wort, besser ein Wrack... ohne Fenster und mit Loecher im Dach). Zuerst war der Bus fast voll, mit der Zeit leerte er sich jedoch, bis ich schlussendlich alleine war. Nur noch der Fahrer und der Mann der immer schreit: "einsteigen, austeigen etc.". Doch der rief nicht mehr, was sehr komisch war. Ich bekam immer wie mehr Angst, dass sie mich irgendwo hinfuehren... Gott sei dank stoppten sie aber, als ich sagte ich muss hier raus. Solche Situationen mag ich nicht. Auch die Maenner die dir hinterherrufen und pfeiffen sind hier noch viel unverschaemter als in Cajamarca. Pro Tag musste ich mir das (so wie alle anderen Gringas) hundert Mal anhoeren. Nervend!

Und dann kam schon bald wieder der Abschied. Wir mussten alle weinen... obwohl es nur 15 Tage waren... aber in diesen 15 Tagen fuehlte ich mich tausend Mal wohler als in meiner Cajamarcafamilie. schon bald kann ich jedoch wechseln... ich freue mich!