bei den Armen auf dem Land.

Sonntag, 28.03.2010

gestern gingen Celien, Jeroen, einige aus meiner Schule und ich, mit Italiener und Peruaner aufs Land. Sie leben dort und führen ein Projekt durch, das von der kath. Kirche in Italien unterstützt wird. Francesca, eine Italienerin, kam letzte Woche zu uns in die Schule, um über die Armut zu spreche... sie sagte aber sie wolle kein Geld oder alte Kleider um die Armen zu unterstützen, sondern einen Tag aus unserer Freizeit. 35 sagten, sie werden kommen... wir mussten uns nämlich anmelden... Schlussendlich kamen, mit uns, jedoch nur 10... das nervte mich wieder enorm... aber ich muss diese peruanische Art einfach akzeptieren, ändern kann ich es sowieso nicht..

 Wir fuhren zu acht in einem Taxi über Holperstrassen, aufs Land... dort warteten auf uns etwa 50 kleine Kinder, die alle in der Nähe wohnen. Kinder mit ihren Gummistiefeln oder den dreckigen Plastickschuhen, mit verrissenen Kleider und Hosen ohne Knopf, sie verwenden Kravatten als Gürte, ihre Backen sind feuerrot, die Lippen und Hände voller Risse und die Fingernägel schwarz. Die Kinder versammelten sich, um mit uns Ziegel zu transportieren... Wir machten zwei Gruppen und jeder nahm so viele Ziegel wie er konnte... Meine Gruppe musste die Ziegel den Berg hinab und auf der anderen Seite steil hinauf tragen, um sie zu einer armen Frau zu transportieren... Nächste Woche werden dann die Ziegel in eine Küche verwandelt...

Es war unglaublich was die Kinder leisteten... kleine 5-jährige Bübchen schleppten ihre Ziegel, immer mit einem Lachen auf dem Mund. Sie sind alle soo arm, aber helfen mit aller Kraft den noch ärmeren. und soo viele Reiche, für die es einfach wäre, zu helfen, ignorieren die Armut, oder machen sogar Witze drüber. es ist unglaublich traurig...