Chiclayo.

Dienstag, 01.12.2009

(Fotos anklicken, dann werden sie groesser)

Wir kamen so um 7.30 pm im Hotel an. mit Klo und Balkon.hotel 

das Hotel war fuer zwei Naechte 9.- also recht billig. wir luden alles ab und gingen chinesisch essen. Wir wollten alle mit Chinastebli essen, es hatte jedoch zu wenig. Der Koch ging extra noch welche kaufen=) danach trafen wir die AFSer von Chiclayo. mit manchen war es ein Wiedersehen und mit manchen ein zweites Mal, da wir uns ja vor drei Monaten schon in Lima sahen... wir gingen zusammen in ein riesiges Einkaufszentrum mit Kino, Restaurants etc. kam mir sehr europaeisch vor. dort sassen wir zu 20igsts an einem Tisch. wir erzaehlten uns vom neuen Leben, verglichen, lachten... es war sehr lustig und unterhaltsam. Danach gingen wir dann noch zusammen in eine Bar. Wir kehrten alle todmuede ins Hotel zurueck. ich schlief sehr gut, obwohl das Bett hart wie ein Brett war...

Am naechsten Morgen konnte ich nicht lange schlafen... ich wollte die Stadt sehen. alle anderen waren aber noch tief am Schlafen... ich nahm einen Stuhl auf den Balkon und beobachtete das Morgenleben Chiclayos. Spaeter kam dann Lucie auch mit halb geoeffneten Augen auf das Balkoenchen. unten an der Strasse stand ein Polizist vor einem Laden. er pfiff uns zu wie so jeder andere, zuerst beachteten wir ihn nicht, da wir diese Pfiffe schon fast nicht mehr hoeren. er hoerte aber nicht auf dann sahen wir mal nach unten und merkten, dass er schon die laengste Zeit versuchte, ein Foto zu machen. Ja ihr denkt vielleicht, Polizisten sollten das nicht machen. Die Polizisten sind aber die Schlimmsten, was das Nachpfeifen und Komplimente machen angeht=). am Morgen gingen wir dann in ein kleines Restaurant Sandwiche mit Spiegelei essen. Um 10 am. trafen wir dann unsere AFS Gruppe auf dem wunderschoenen "Plaza de armas"plaza

wir nahmen Taxis um zu einer Combistation zu fahren. dort stiegen wir aus, oder wollten wir zumindest, wir wurden aber so deftig empfangen, von etwa zehn Combifahrern,welche uns in ihr Combi stossen wollten. Es war richtig muehsam. wir sagten ihnen dass wir noch warten, sie gaben aber nicht auf und fingen untereinander fast an zu schlegeln. Schlussendlich nahmen wir das hinterste Taxi mit einem alten Fahrer, welcher keine Energie mehr hatte, um sich um seine Fahrgaeste zu streiten. Das Combi fuhr uns in ein anderes, sehr armes Staedtchen. Dort gab es ein Museum mit alten Sachen welche man in Pyramiden fand. es war sehr spannend. Spaeter konnten wir in einer extremen Hitze noch die Pyramiden besteigen. wir hatten von dort oben eine ausgezeichnete Sicht. es war aber soooo heiss.kaktus wir beschlossen das naechste Museum auszulassen und ans Meer zu gehen. Das Wasser war nicht sehr warm gerade gut fuer eine Abkuehlung. Es hatte riesige Wellen. als wir rauskamen froren wir alle. wir beschlossen ein kleines Strandfeuer zu machen. Es war richtig schoen und gemuetlich. so Pfadilager maessig=). beim Zurueckfahren sass ich neben einem Besoffenen... zuerst war es mir nicht sehr wohl, mit der Zeit aber merkte ich, dass ich mich nicht fuerchten muss. Er wollte vieles wissen ueber die Schweiz und so. er behauptete er sei schon drei Mal auf dem Matterhorn gewesen. ha! das nahm ich ihm aber nicht ab=) als er auststieg, nahm er so ein kleines Maennchen von seinem Schluesselanhaenger und schenkte es mir=). War eine interessante Fahrt. danach stressten wir ins Hotel um uns von dem klebrigen Salzsandgemisch zu befreien und gingen los in ein italienisches Restaurant, um Pizza zu essen. es war himmlisch. Mal nicht Reis und Kartoffeln=). Spaeter gingen wir noch in eine Karaockebar... Jerun und Igor sangen und sangen und sangen=) es war witzig. mir wurde es aber bald sehr unwohl. In dieser Bar waren alle sehr reich und bitchig bekleidet. es war wahrscheinlich eine Bar, welche sich nur Reiche leisten konnten. Ich hielt es bald nicht mehr aus. Durch den Tag sah ich all die Armut in der Stadt, Leute die mit verschissenen Hosen auf dem Trottoir schliefen, Kinder ohne Essen und sonst viele Zeichen der Armut. dann am Abend sass ich zwischen all den Reichen, von welchen sicherlich nur hoechstens 10% etwas gegen diese schreckliche Armut tun. klar in der Schweiz sind praktisch alle so reich. aber es ist ein bisschen etwas anderes, in der Schweiz kommt man nicht aus der Disco und wir gerade von fuenf Bettlern umzingelt, mit traurigen Blicken fuer -.10 gefragt fuer ein Stueck Brot... klar es ist keine Entschuldigung, auch wir sollten all diese Armen unterstuetzen. Diese Leute hier sehen dies tagtaeglich und die meisten tun nichts dafuer um dies zu aendern. Nein sie diskriminieren diese Armen sogar. ich sass mich ausserhalb der Disco auf ein Baenkli und unterhielt mich mit einer alten Frau, welche Lollipops verkaufte. auch die anderen hatten bald keine Lust mehr und wir gingen zurueck ins Hotel, spielten Gitarre und Speed und hoerten Musik.

am Sonntagmorgen gingen wir noch auf den riesigen Markt von Chiclayo. es gab wirklich alles was man sich vorstellen kann. Spielzeuge, Kleider, Gemuese, Fruechte, Fleisch, Schuhe, Feuerwerke und und und... und so kam dann schon bald unser Chiclayoabschied und wir stiegen in den Bus nach Cajamarca. Im Bus hatte ich genug Zeit um mir vieles zu ueberlegen, all die Unterschiede der zweis Staedte. Chiclayo ist viel europaeischer als Cajamarca, es laufen keine Campesinos, mit ihren schoenen Tuechern herum, es gibt weniger Traditionen, der Himmel sei praktisch nie blau durch den Smog und die Wolken des Meeres, alle Taxis sind gelb... war ein sehr spannender Ausflug mit vielen neuen Eindruecken.

 

Folgen hoffentlich noch Fotos und sonst im Facebook!