dos semanas.

Sonntag, 20.09.2009

ich bin jetzt schon zwei Wochen hier und habe mich erstaunlich gut eingelebt... manchmal fuehlt es sich an, als waere ich schon viel laenger hier... vieles ist mir vertraut und gehoert schon zu meinem Leben. zum Beispiel das Klopapier... ich habe immer etwa fuenf Blaetter im Hosensack, da es nirgendwo Klopapier gibt, in den WCs=)

In der Schule gehoeren wir auch schon dazu und muessen sogar die Examen naechste Woche schreiben... was wohl nicht unbedingt gut rauskommt... wir haben es soo lustig und ich denke die Lehrer haben nicht nur Freude an uns, denn der Unterricht wird sehr gestoert weil alle alles ueber uns Aulaender wissen wollen.

heute war ich mit meiner Familie in Amorare, einem Doerfchen in den Bergen. Der Weg dorthin war sehr schoen. Ueberall weiden Kuehe und die Frauen sitzen neben ihrer Kuh und lismen... die Kinder mit Schnudernase und dreckigen Haenden spielen mit Steinen und die Maenner plaudern...Rundherum alles voller Bergen. Die Farbe der Bergen ist rot... es sah sehr schoen aus. im Vordergrund, am Strassenrand war alles voller Aloe Veras und Kakteen...wunderschoen.

wir assen in einem Restaurant neben einer Fischzucht zu Mittag. es war spannend aber auch ein bisschen gruselig=), wir konnten sehen wie unser Menu zubereitet wird...das heisst wir sahen wie der Fisch mit einem schwarzen Netz aus dem Wasser gefischt wurde, in einen Brunnen geschleudert, Genick gebrochen, Schuppen ab, Innereien raus und fritiert wurde...=) frischer konnte der Fisch also nicht sein. Das Selbe mit den Meerschweinchen... in einem Hausschen hatte es etwa 10 suesse riesige Meerschweinchen... eines von ihnen musste hinhalten=( die Koechin packte es, toetete es und zog ihm die Haut ab... weiter schaute ich nicht zu... ich sah es erst wieder auf dem Teller meiner Perumamá=) die Leute hier sind so unkomliziert... wenn ich denke in der Schweiz verging da manchen den Appetit...

mit dem Alk haben sie ein ziemlich strubes Verhaeltnis. Die Erwachsenen konsumieren recht viel... gestern Nachmittag als die Freunden meiner Perueltern gegangen sind stank es so richtig eklig in der Stube... nach Bier...

am Abend ging es so weiter, ich ging mit dem Afs-chef (Mr. Bean) und Fabian ( ein Deutscher der mit Afs-Programm fuer Armenhilfe hier arbeitet) in eine Disco. Eigentlich sollte noch Lucie von Frankreich mitkommen... sie durfte schlussendlich jedoch nicht=(  ich sass also mit den Zweien in der Disco und sie bestellten Pisco (typisch peruanischer Alk) sie tranken und am Anfang war es noch lustig... mit der Zeit aber muehsam und sie wollten, dass ich auch trinke. ich mochte aber keinen Alk und  verneinte immer wieder bis sie aufgaben... ja es war nicht so der Hit. Naechstes Mal gehe ich mit meinen Kollegen=) ich war auch ziemlich muede... da ich am Morgen schon um 6.00 aufstand um joggen zu gehen. meine Perumamá und ich nahmen das Combi ( ein Toyotabuessli wie ein Taxi vollgestopft mit Leuten) und gingen Celien aus Belgien abholen... dann joggten wir 5 km und liefen wieder zurueck... tat gut.

ich vermisse hier ein bisschen die Freiheit, die ich in der Schweiz habe. ich kann nicht alleine auf die Strasse und muss immer genau sagen wann ich mit wem wo bin... ich denke mit der Zeit aendert sich das noch(hoffentlich). Aber es wird nie das Selbe sein wie in der Schweiz... denn alleine ist es hier gefaehrlich als Frau. Vor allem am Abend wenn es dunkel ist... Hier wird es eben schon um 18.00 dunkel, da wir nah am Aequator sind... dafuer geht die Sonne am Morgen auch schon um 6.00 auf...